Beruf SchuhmacherIn

Schuhe nach Maß
Wenn die Zeit für Schuhe „abgelaufen“ scheint, steht entweder eine neue Mode an oder den Schuhen sind Strapazen vom meilenweiten Gehen anzusehen. In jedem Fall ist der Schuhmacher die richtige Adresse, damit Schuhwerk „auf dem laufenden“ bleibt.

Er ist die richtige Anlaufstelle, wenn Kunden Neuanfertigungen nach Maß wünschen. Dabei zeigt der Schuhmacher Kreativität und umfangreiches Können, das nicht in fünf Minuten erlernbar ist. Weitreichende Materialkenntnisse gehören ebenso dazu wie der Aufbau eines fußgerechten Schuhs. Zudem führt der Schuhmacher Änderungen aus, arbeitet z.B. Fußstützen oder Verstärkungen ein, damit Schuhe auf Schritt und Tritt bequem sitzen. Und er bringt Schuhe auf Vordermann durch neue Absätze, Sohlen oder Färben. Er kennt die aktuellen Farben und Mode-Trends. Bei vielen Aufgaben erleichtern moderne Maschinen die Arbeit.

Der Schuhmacher braucht eine sichere Hand bei der Materialauswahl und bei der Ausführung seiner selbständigen und abwechslungsreichen Arbeiten. Wenn er dazu auf seine Kunden eingeht und weiß, wo der Schuh drückt, kann er sich durch freundliche Beratung und sachkundige Empfehlung einen zufriedenen Kundenkreis aufbauen.

Berufsschule, Ausbildung erfolgt im Dualen System
Lehrlinge im Schuhmacher-Handwerk besuchen die:

Staatliche Gewerbeschule
Werft und Hafen (G 7)
Wohlwillstraße 46
20359 Hamburg
Tel.: 040 42854-7872
Fax: 040 42881-4572
E-Mail: G7@bsb.hamburg.de
Internet: www.g7.hamburg.de

Zwischenprüfung
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen.

Gesellenprüfung
Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende der Ausbildung.

Zuständig ist die
Schuhmacher-Innung Hamburg
Rodenbekerstr. 2
22395 Hamburg
Tel.: 040 67593766
E-Mail: info@derschuhmacherhamburg.de
Internet: www.schuhmacherinnung.de
Geschäftszeiten: Di. und Mi. von 10:00 bis 14:00 Uhr

Einige Zahlen:
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge:

2009 = 4 davon 1 weiblich und 3 männlich
2010 = 6 davon 2 weiblich und 4 männlich
2011 = 8 davon 3 weiblich und 5 männlich

Perspektiven
Ein breites Aufgabenfeld eröffnen die zunehmenden Fußschäden, die zum großen Teil daraus resultieren, dass in der Kindheit nichtpassende Konfektionsschuhe getragen wurden. In diesen Fällen kann der Schuhmacher durch Umarbeiten von Schuhen und durch Anfertigung von Fußstützen für fast jedes Problem eine individuelle Lösung finden.
Aufstiegschancen
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
– Schuhmachermeister/-in
– Betriebswirt/-in – Handwerks
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an  Quelle: Handwerkskammer.de

Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich das Schuhmacher Handwerk für viele Betriebe stark verändert. Neue Materialien, ein verändertes Konsumverhalten der Kunden und die Achtsamkeit auf gesunde Füße sind einige Gründe für die Veränderung.

Die hohe Kunst, das Anfertigen von Maßschuhen aber, ist vom Prinzip her gleich geblieben. In diesem kurzen Filmbeitrag aus den 1930er Jahren, gibt es mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede zur heutigen Machart. Konzentriert und besonnen werden Maßschuhe mit ausreichend Zeit auf dem Schoß der SchuhmacherInnen angefertigt.

SchuhmacherIn zu sein, bedeutet für viele nicht bloß einen Beruf auszuüben, sondern ihre Berufung zu leben.

 

 

 

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