Pressemeldung Reparieren statt Wegwerfen

On 14. November 2019

Pressemeldung
Reparieren statt Wegwerfen –
Schritt für Schritt zu einem besseren ökologischen Fußabdruck
SCHUHMACHER FORDERN DIE STAATLICHE FÖRDERUNG IHRES HANDWERKS.
MIT EINEM ERMÄßIGTEN MEHRWERTSTEUERSATZ VON 7 % AUF REPARATUREN, STATT DER
ÜBLICHEN 19 % SOLL EIN ANREIZ FÜR MEHR NACHHALTIGKEIT GESCHAFFEN UND
UMWELTSCHÄDLICHES WEGWERFEN VERMIEDEN WERDEN.
In Europa landen jährlich 2,5 Milliarden Paar Schuhe (1,2 Millionen Tonnen) im Hausmüll.
Über 380 Millionen davon allein in Deutschland. Jedes dieser Paare hat in der Produktion
durchschnittlich 8000 Liter Wasser gekostet und rund 3,6 Kilogramm CO2-Ausstoß verursacht.
Hinzu kommen weitere Umweltbelastungen (Ledergerbung) und zum Teil menschenunwürdige
Bedingungen in der Produktion (Billiglohnländer). Der regelmäßige Neukauf und das ständige
Entsorgen von kurzlebigen Schuhen ist dementsprechend problematisch.
Durch einen gezügelten Konsum, die Investition in qualitativ hochwertiges Schuhwerk, aber vor
allem auch durch Reparaturen, ließen sich solch düstere Zahlen im Handumdrehen verbessern.
Jeder einzelne Bürger kann durch den Gang zum Schuhmacher die Haltbarkeit seiner Schuhe
vervielfachen und damit seinen eigenen ökologischen Fußabdruck auf einfache Art optimieren.
Eine staatliche Förderung könnte ein Bewusstsein für die Problematik schaffen und zusätzlich
durch die finanzielle Entlastung des Kunden den nötigen Anreiz zur Teilnahme im Sinne der
Nachhaltigkeit schaffen. Denn damit würde sich das Reparieren für viele Menschen wieder lohnen.
So werden die Schumacher in ihrer umweltfreundlichen und sinnvollen Arbeit bestärkt und die
Umwelt durch eine Reduktion des Mülls entlastet.
Kontakt für Rückfragen
Thomas Hilbrandt
Geschäftsführer, Schuhmacher-Innung Hamburg
Tel.: +49 40 67593766
E-Mail: info@derschuhmacherhamburg.

Foto: miniservice77.ch

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